sterben wollen |Berlin und Suizid

Die Akteure von „Sterben wollen | Denkraum Suizid“ arbeiten derzeit an einem Berlin-Suizid-Lesebuch.

Die Publikation verortet das Thema Suizid im Berliner Stadtraum. Es werden Verknüpfungen zwischen dem sensiblen, meist im Privaten verbleibenden, oft verschwiegenen Thema und konkreten Orten, Personen, Institutionen in der Stadt hergestellt. Das Lesebuch schafft so einen besonderen Zugang und lässt eine andere Art der Auseinandersetzung mit Selbsttötung zu. Das Buch wird voraussichtlich im Herbst 2012 erscheinen.

Mehr dazu unter "Publikation".

 

 

sterben wollen| Denkraum Suizid
10. 09. - 09. 10. 2009 (verlängert bis 19. 10. 2009)

Vor dem Berliner Medizinhistorischen Museum
jeweils Di - Sa 13 - 17 Uhr, Eintritt frei

"Sterben wollen | Denkraum Suizid" ist ein Projekt, das auf Eigeninitiative von Studierenden des Instituts für Europäische Ethnologie der HU Berlin in Zusammenarbeit mit der Künstlerin Anja Sommer und dem Institut für Kunst im Kontext der UdK Berlin realisiert wurde.
Unterstützung fand das Projekt durch das Berliner Medizinhistorische Museum der Chartié, das Berliner Bündnis gegen Depression und weitere unten aufgeführte Kooperationspartner sowie viele persönliche Förderer, Helfer und Ratgeber.
Die Projektgruppe möchte sich hiermit bei allen Beteiligten für ihren Einsatz und ihre Unterstüzung bedanken. Eindrücke von der Ausstellung und dem Begleitprogramm sind auf den Fotos im Rundgang zu betrachten.

Plötzlich ist ein Mensch weg - aus unserer Mitte gerissen, getötet von eigener Hand. Einfach so. Es passiert jeden Tag und überall, seit jeher.
Menschen nehmen sich das Leben, töten sich, begehen Suizid, machen Schluss - jährlich über 400 allein in Berlin. Dabei hinterlassen sie emotionale Lücken und viele Fragen - im Privaten wie im Öffentlichen.
Das interdisziplinäre Forschungs- und Ausstellungsprojekt sterben wollen - Denkraum Suizid inszeniert auf den Freiflächen des Berliner Medizinhistorischen Museums Alltäglichkeiten und gesellschaftliche Umgangsweisen mit Selbsttötung und weist darüber hinaus auf konkrete Hilfsangebote hin. Ein Infocontainer und mehrere Begleitveranstaltungen bieten die Möglichkeit einer detaillierten Auseinandersetzung. Besucher und Besucherinnen sind eingeladen, sich in diesen künstlerisch-wissenschaftlichen Denkraum hinein zu begeben.

Dachboden

Eröffnung: Do, 10. September, 19 Uhr

Grußwort: Bezirksbürgermeister Dr. Christian Hanke, Schirmherr der Ausstellung, sowie der Fachärztin für Psychiatrie und Neurologie Dr. med. Meryam Schouler-Ocak vom Berliner Bündnis gegen Depression.
Anschließend Einführung durch die Projektgruppe.

Ab 20 Uhr Diskussion zum Thema Suizid im Alter.

Moderation: Wolfgang Knapp (Institut für Kunst im Kontext der Universität der Künste Berlin) Diskussionsgäste sind:
Prof. Dr. Andreas Elepfandt (Sinnesbiologie)
Wolfram Gutermann (Ricam Hospiz)
Dr. Sabine Hermann (Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz)
Dr. Michael Rapp (Gerontopsychatrisches Zentrum der Charité im St. Hedwig-Krankenhaus)

BEGLEITPROGRAMM: Di, 15.09.09 | Sa, 26.09.09 | Fr, 02.10.2009 jeweils 19 Uhr in der Hörsaalruine im Berliner Medizinhistorischen Museum, Charitéplatz 1, 10117 Berlin.

KONZEPT UND REALISIERUNG: Falk Blask, Weronika Jakubowska, Wolfgang Knapp, Maren Michligk, Michael Sacher, Anja Sommer, Laura Sperber, Judith Willkomm.

THEATER: "Sterben wollen alle mal" - ein Theaterstück über Suizid. Premiere: Fr, 10.09.09, 20 Uhr, Brotfabrik Berlin, Caligariplatz, 13086 Berlin.

FINISSAGE: Fr, 09.10.09, 18 Uhr, Diskussion "Suizid ausstellen?", vor dem Berliner Medizinhistorischen Museum.

Eine KOOPERATION des Instituts für Europäische Ethnologie der Humboldt-Universität zu Berlin mit dem Institut für Kunst im Kontext der Universität der Künste Berlin in ZUSAMMENARBEIT mit:

Berliner Medizinhistorisches Museum der Charité | Berliner Bündnis gegen Depression | Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbrauerschutz Berlin | Bundesverband Verwaiste Eltern in Deutschland e. V. | TelefonSeelsorge Berlin-Brandenburg | Neuhland e. V. | Freunde fürs Leben e. V. | JugendKulturZentrum PUMPE | Otto Berg Bestattungen | Ha.-Jo. Schulz Transporte.

TelefonSeelsorge